Partnerschaftstreffen Indien

Frauen in traditionellen Saris bei einem Gottesdienst

Gottesdienst der CSI (Aufnahme: Lutz Drescher EMS)

Die Kirche von Südindien (CSI) und die evangelischen Kirchen in Südwestdeutschland pflegen viele persönliche Kontakte und örtliche Partnerschaften. Der Anfang dieser Beziehungen war vor 175 Jahren. Damals kamen die ersten Basler Missionare in Südindien an, mit Samule Hebich stammt ein einflussreicher Pionier aus dem Kirchenbezirk Blaubeuren.

 

Das Indien-Partnerschaftstreffen des Evangelischen Missionswerkes in Südwestdeutschland (EMS) lud nach Blaubeuren ein, um an diese Anfänge zu erinnern und sich anhand konkreter Erfahrungen über Partnerschaft heute auszutauschen. Der Tag war zugleich eine Veranstaltung im Rahmen des 175jährigen Jubiläums der Ankunft der ersten Basler Missionare in Indien.

 

Kontakt: Lutz Drescher (EMS)

Die Missionare haben uns das Evangelium von der Freiheit gebracht

Samuel Hebich (Aufnahme: Archiv der Basler Mission)

Samuel Hebich (Aufnahme: Archiv der Basler Mission)

Tiefe Wurzeln vor allem auch in Württemberg haben die Beziehungen zur Kirche von Südindien. Dies wurde deutlich  in einem informativen Vortrags von Dekan Michael Graebsch, Dolgesheim zum Thema "Von Nellingen nach Mangalore". Er berichtete aus dem Leben von Samuel Hebich, der in Nellingen geboren und aufgewachsen und der bekannteste der drei ersten Missionare ist, die vor 175 Jahren im Auftrag der Basler Mission nach Indien gingen. Was das Wirken der Missionare für die Menschen in Indien bedeutete, davon erzählte Pfr. Victor Joshua, der als Verbindungsperson des Evangelischen Missionswerkes in Südwestdeutschland, EMS,  in Indien tätig ist: "Die Missionare haben uns das Evangelium von der Freiheit gebracht. Aus Sklaven wurden Kinder Gottes."

Aufnahme einer Kirche in Dharward von 1845, die nach Samuel Hebich benannt ist.

Kirche in Dharward von 1845, benannt nach Samuel Hebich (Aufnahme: Lutz Drescher EMS)

Die kleinen Anfänge vor 175 Jahren haben dazu geführt, dass heute sowohl die Basler Mission, wie auch die große Kirche von Südindien mit 3,5 Millionen Mitgliedern Teil der weltweiten EMS-Gemeinschaft sind. Ganz dicht und ganz konkret werden diese Beziehungen in den vielen Direktpartnerschaften, die es zwischen Kirchenbezirken der südwestdeutschen Landeskirchen und Diözesen in Südindien gibt. Dem Austausch über Erfahrungen in diesen Partnerschaften diente der Nachmittag. Begonnen hatte das Partnerschaftstreffen mit einer Bibelarbeit von Pfr. Bernhard Dinkelaker, Generalsekretär des EMS zur Jahreslosung: "Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich" (Lukas 18, 27).

 

Autor: Lutz Drescher, EMS